I do it my way ...


Als am 20. Juli 1969 das Unglaubliche geschah: Der "Eagle" (die Mondfaehre der Apollo 11) setzte im "Meer der Stille" auf dem Mond auf, und 600 Millionen Fernseh-Zuschauer sahen dabei zu - war ich noch sehr klein.

Ich wurde zwar schon am 6. Mai (in WF, Naehe BS) geboren, leider war aber nicht so viel Trubel um meine Person! Und auch fuer Woodstock (und freie Liebe) war ich noch zu jung, allerdings konnte ich im Sommer schon meine erste Fussball-Meisterschaft mit dem FCB feiern ;-)

Nach mir kamen im Zwei-Jahres-Rhythmus noch 2 Babies, zu meinem entsetzen beide weiblich! Wir schliefen alle in einem Zimmer. Da wir nur ein Bett hatten, war es mit dem Schlafen sehr schwierig. Das erste Kind wurde ins Bett gelegt und, wenn es eingeschlafen war, wieder herausgenommen und an die Wand gestellt. Dann kam das naechste an die Reihe. Ich bin einmal 14 Tage stehengeblieben, was niemandem auffiel.

Als ich sechs Jahre alt war, kam ich zur Schule. Ich war immer der Liebling meiner Lehrer. Verschiedene Klassen durfte ich sogar zweimal besuchen, waehrend die anderen in eine neue mussten. Brachten wir schlechte Zeugnisse nach Hause, bekamen wir mit dem Ausklopfer - brachten wir gute Zeugnisse mit, gab es einen Groschen fuer die Sparbuechse. War die voll, wurde ein neuer Ausklopfer gekauft.

Dann kam einmal der Oberschulrat zur Visite. Da ich am intelligentesten aussah, fragte er mich, ob ich ein Sprichwort wuesste. Ich sagte ihm: "Ein Narr kann mehr fragen, als zehn Weise antworten koennen." Er lief gleich rot an und schmierte mir eine. Bestand aber darauf, dass ich noch ein Sprichwort sagen sollte. "Gewalt geht vor Recht" sagte ich dann. Da kam gerade der Schulleiter herein und wollte auch ein Sprichwort von mir hoeren. Ich sagte: "Ein Unglueck kommt selten allein." Da warfen sie mich zur Schule hinaus.

Nun ging ich in die Lehre. Mein Ausbilder gab mir mal einen Hammer und sagte: Wenn ich nicke, schlage zu. Er nickte nur einmal. Danach kam ich gleich in die Elektrowerkstatt und nach diversen Kurzschluessen und Lichtboegen durfte ich auf Empfehlung meiner Ausbilder die Lehre sogar verkuerzen.

Nach einem halben Jahr schwerer Arbeit im Prueffeld streikte mein Koerper und ich beschloss, es mal mit einem Studium zu versuchen. Zum Entsetzen aller wurde ich dann auch tatsaechlich "ausgelost", allerdings stand ich nach drei Semestern mit nur zwei Scheinen da! Sogleich schloss ich mich einer Physik-Task-Force an und im 5. Versuch klappte es dann auch. Waere es nach mir gegangen, haette der Bus auf dem Weg zu meiner Diplom-Pruefung ruhig durchfahren koennen (aber der Fahrer gab mir zu verstehen, dass dies die Endstation sei).

Durch meinen schlechten Ruf konnte ich nur ausserhalb Niedersachsens mein Glueck versuchen und in Muenchen hatten Sie wohl noch nix von mir gehoert. Als ich am ersten Arbeitstag erzaehlte, dass ich auch Fussball spielen koenne, gab's gleich nochmal eine satte Gehaltserhoehung. Nun arbeite ich schon fast 9 Jahre hier, aber meine Mtr.Nr: 9061671 und die abenteuerliche Arbeitsweise meines Ex-Labor-Partners lassen mich Nachts noch manchmal schweissgebadet aufwachen ;-)

Im Jahr 2007 hab ich mich mal wieder getraut, einen Marathon zu laufen! Zuvor hatte ich schon im Sommer (bei 36 Grad!) meinen ersten Olympischen Triathlon ueberstanden. Wie verrueckt muss manN eigentlich sein, nur um sich nun MUENCHEN HERO nennen zu duerfen!?

2008: Waehrend mein Ex-Labor-Partner auf Hikkaduwa (Sri Lanka) bei 28 Grad an seinem Take Off "arbeitet", hab ich 10 Jahre Motorola bzw. Freescale rum, wie schnell doch die Zeit vergeht ;-) Mir stellt sich nur gerade die Frage, wer von uns beiden es "geschafft" hat???

2009: Mein 40. Geb. hat mich schon ein paar Traenen gekostet! Und dann noch ueberall Krise, bedeutet bei uns Kurzarbeit! OK, 4 Wochen zusaetzlich URLAUB hat auch was, naemlich mehr Zeit zum trainieren. Im August am Faaker See ist es dann soweit, der erste Triathlon unter 3h (es geht also doch ;-)
Und dann kurz vor Weihnachten der boese Anruf aus der Personalabteilung: Sie sind gefeuert ;-( Froehliche Weihnachten!!!

2010: Countdown, nach 12,5 Jahren FSL/MOT bist Du ab Juli ohne Job! Oder Du hast den Rest des Jahres "Urlaub" (ich hab beschlossen, das klingt besser ;-) Wieder viel Zeit zum trainieren und das grosse Ziel, einmal einen 1/2 Ironman zu machen. Der Traum erfuellt sich am 8.8. in Erlangen, nach 2km/80km/20km stehen am Ende 5:20h auf der Uhr - JIIIHA - geschafft! Zur Belohnung gibt's 'ne kleine Weltreise, u.a. auch der Besuch bei Hasi & Schatzi in Sydney.

2011: Kaum zu glauben, ich bin jetzt Selbststaendig, erster Job bei Fujitsu in Frankfurt, seit 2012 bei NXP in Hamburg.

2012: HH und der Kiez sind schon klasse ;-) Und dann mein erstes Radrennen, Rund um den Elm, 68km in knapp 2h! Und dann gleich noch die Cyclassics in Hamburg, 103km/2:57h bei ca. 36 Grad.

2015: ...nach ueber 3 Jahren...schuuuueeesssss HH, schoen war's. Jetzt erstmal 2 Monate Sommer, Sonne, nix tun ;-) bevor es im September bei IFX losgeht!

2016: HH-Marathon ich komme... hmmm, sollte sich doch langsam das Alter bemerkbar machen (jedenfalls nach diversen Problemen/Verletzungen hat's diesmal nur zum HM gereicht)! Und ich glaube, ich brauche doch bald eine Lesebrille ;-/

...to be continue...